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Kirche zu Großenstein

Die Kirche wurde 1294 erbaut. Die Grundrissform des auf der Ostseite sich befindenden Kirchturms beträgt 5 Meter mal 5,5 Meter. Das vom Turm getrennte, für Altar und das als Gemeinderaum dienende Kirchhaus ist 21 Meter lang und 10,5 Meter breit, daran schließt ein etwa gleich großer Vorbau an. Nördlich wurde an den Turmbau ein Gruftbau gesetzt.
Nachdem die Kirche 1711 restauriert wurde brannte sie 1754 ab. 1759 baute man sie wieder neu auf.

Die "Poppe - Orgel" der Kirche zu Großenstein
Mit den Wiederaufbau 1759 kaufte man gleichzeitig eine Orgel. Die 1803 durch eine neue ersetzt wurde. Diese stammt, wie auch die Orgel von Schwaara, vom Orgelbauer Christian Friedrich Poppe. Die Orgel verfügt über zwei Manuale und 33 klingende Stimmen. 1917 mussten die Zinnpfeifen zu Kriegszwecken abgeliefert werden und man ersetzte sie durch Zinkpfeifen. Nach der Wende erneuerte man die nun 190 Jahre alte und größte deutsche Poppe - Orgel. Die Windladen wurden mit 20 Quadratmeter feinstes Schafsleder bespannt und die Holzpfeifen mussten mit Leim ausgegossen werden. Die Restaurierungsarbeiten dauerten 18 Monate.

Lage der Kirche
Im nördlichen Teil des Dorfes befindet sich die Kirche auf einer Anhöhe. Sie zählt zu den größten und schönsten des Landes. Der staatliche Turm wurde erst 1785 vollendet und steht auf der Morgenseite, steht aus dem Viereck beim Anfang des Kirchdaches ins Achteck über und hat zwei von der Durchsicht getrennte, geschweifte mit Schiefer gedeckte Hauben.

1860 wurde die Kirche vollständig restauriert, wobei der Turm nur äußerlich erneuert wurde.

Die Kirchenglocken
Unter dem Bauschutt der durch Feuerbrunst abgebrannten Kirche suchte man die Trümmer der vier Glocken zusammen und ließ aus demselben vom Meister Ulrich Apolda drei neue gießen. Auf der Glocke stehen "Gloria in excelsis Deo" und die Namen des Pfarrers Grieshammer und des Herzogs Friedrich III. von Sachsen - Gotha - Altenburg, der Kirchinspektoren, des Pfarrers Grieshammer und des Gießermeisters Ulrich selbst.
Die große Glocke wiegt 21 Zentner und hat einen Durchmesser von 126 cm, die kleinere wiegt 5,75 Zentner und hat einen Durchmesser von 83 cm und die mittlere Glocke wiegt 11 Zentner und 100 cm Durchmesser.
Die vierte Glocke, die Bauernglocke, wurde vor dem Brand erwähnt, die jedoch nicht dem kirchlichen Zweck diente.

Zur katholischen Zeit war die Kirche, die an Gefäßen und Paramenten reichste hiesige Kirche.
1969 wurde die zweit obere Empore entfernt und eine Innenrenovierung wurde durchgeführt. Zwei Jahre später, 1971, wurden Turm und Kirchenschiff neu verputzt. 1991 deckte man das halbe Dach und 1992 hat man die Friedhofsanlage an die Wasserleitung angeschlossen. Die Friedhofsmauer wurde restauriert und die Dielung erneuert. 1994 deckte man das Kirchschiff und das Turmdach neu und man brachte die mit einem Durchmesser von 75 cm große Turmkugel und die Wetterfahne an. 1995 erneuerte man den Dachstuhl.