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Das Umgebindehaus am Schmiedeberg

Das Schusterhaus und Umgebindehaus

Das Umgebindehaus am Schmiedeberg 1 ist ein Kulturdenkmal des Freistaates Thüringen und Zeugnis dörflicher Entwicklung. Die Hofanlage besteht als typisches ursprüngliches Handwerkerhaus aus dem Umgebindehaus und dem Erweiterungsbau, deren Bewohner Haus und Hof besaßen, aber Fläche zur landwirtschaftlichen Bebauung - dies daher nur als Nebenerwerb. Der Hof blick auf 250jährige Geschichte zurück, in der sich der Hof den wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen musste.

1755 wurde das Haus erbaut. Eine Scheune mit Schweinestall wurde 1795 errichtet, jedoch in den 60er Jahren unseres Jahrhunderts abgebrochen. Der Hof wurde immer innerhalb der Familie weitervererbt bzw. verkauft.
Die Schumacherwerkstatt und die Ausstattung des Umgebindehauses sind nahezu vollständig erhalten geblieben und bilden den Grundstock für die Ausstellung im Heimatmuseum.

Für das Altenburger Land sind Umgebindehäuser typisch, diese unterscheiden sich jedoch durch die strengere Farbgebung und der weniger reichen Verzierung von den bekannten Lausitzer Umgebindehäusern. Diese Bauweise wurde wahrscheinlich bei der Besiedlung durch die Franken im 12. Jahrhundert mitgebracht. Sie ist eine Weiterentwicklung des Blockbaus und resultiert aus der Landesbauordnung von 1555 für Holzsparendere Bauweisen.

Als Umgebindehaus bezeichnet man die Holzkonstruktion (Pfosten, Schwelle, Rähm). Darüber befindet sich das Fachwerk gestaltete Obergeschoss.
Die Bohlenstuben des Altenburger Ostkreises waren einander alle gleich. Die "biehlerne bzw. bühlerne Stube" bildet einen vom Fachwerk unabhängigen Baukörper und ist nahezu immer nach Süden orientiert.

Das Schusterhaus und Umgebindehaus