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Hans Poelzig - Architektur und Kunst
Eine herausragende aus Pölzig stammende Persönlichkeit ist der Architekt, Maler und Zeichner Hans Poelzig.

Geboren wurde er am 30. April 1869 in Pölzig als Sohn der Gräfin Clara Henriette Poelzig, wuchs in Stolpe bei Berlin auf und studierte Architektur an der TH Charlottenburg. Seine Karriere war geprägt von der Architektur, doch auch als Maler und Zeichner war er begabt. So entwarf er Bühnenbilder u.a. für Max Reinhardt und auch seine expressionistischen Ölbilder sind von beträchtlichem Wert. Poelzig beteiligte sich an der Gründung des Künstlerbundes in Schlesien und des Schlesischen Heimatbundes und war Vorstandsmitglied im Bund Deutscher Architekten. Er entwarf zahlreiche technische und städtische Architektur, unter anderem die Gasanstalt in Dresden-Reick und das Reinhardt´sche Schauspielhaus in Berlin. Wenig bekannt sein dürften seine Arbeiten für die Ausstattung dreier deutscher Filme, so z.B. die Filmarchitektur für den Film Paul Wegeners "Der Golem, wie er in die Welt kam" von 1920.

1924 bis 1934 hatte Hans Poelzig eine Professur für Architektur an der TH Charlottenburg inne. Erhalten geblieben ist das zuerst als Stummfilmkino und Varieté genutzte "Babylon-Gebäude". Dieses 1928/1929 errichtete Kino wurde im Krieg teilweise zerstört, wieder aufgebaut, im Jahre 2000 restauriert und steht heute unter Denkmalschutz.


Das "Babylon - Gebäude" im Mai 2001


Gedenktafel am Gebäude
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